Geschichte

Die schriftlich überlieferte Geschichte der neuen Gemeinde Breil/Brigels beginnt für alle fünf Fraktionen im Jahre 765. Verschiedene Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass das Gemeindegebiet bereits viel früher, nämlich seit der Bronzezeit, besiedelt war.

Um das Jahr 800 n. Chr. war Churrätien ein weit zerstreuter Kirchenstaat unter der Führung der Familie der Zaccons / Victoriden. Sie stellte den Präses und den Bischof und übte so gleichzeitig staatliche und kirchliche Macht aus. Am 15. Dezember 765 schenkte Bischof Tello seine Güter in der Surselva dem jungen Kloster Disentis. Die ausführliche Schilderung liefert wichtige Erkenntnisse über die Bodenbewirtschaftung, die Besiedlung und die Zusammensetzung der Bevölkerung.

 

Andiast

 

Der Name "Andeste" erscheint zum ersten Mal im Testament des Bischofs Tello. Im Mittelalter zählte die Fraktion sieben Einzelhöfe: Curnengia, Capuot, Camenisch, Curtginatsch, Calaser, Vitg und Carnugl. Sie pflegte wirtschaftliche Verbindungen mit Waltensburg/Vuorz.

Andiast war verschiedenen Herren unterworfen: um 1200 denjenigen von Grünenfels, später denjenigen von Montalt, seit 1378 der Herrschaft von Waltensburg/Vuorz und seit 1472 dem Kloster Disentis. Ein Dokument aus dem Jahr 1472 erwähnt das Vorkommen von Minen in der Val Tschegn. Von 1429 bis 1734 war Andiast Teil der Gemeinde Waltensburg/Vuorz, danach gehörte es zur Gemeinde Rueun.

Die Pfarrkirche wird 1461 urkundlich erwähnt. Sie steht unter dem Schutz der hl. Giulitta und des hl. Quiricus. Die kirchlichen Belange regelte Andiast bis 1526 im Verbund mit der Kirchgemeinde Waltensburg/Vuorz. Infolge eines Entscheids des Appellationsgerichts des Grauen Bundes im Jahr 1526 trennten sich mehrere Kaplaneien von der Stammkirchgemeinde. So löste sich auch Andiast von Waltensburg/Vuorz. Nachdem sich Waltensburg/Vuorz für den Weg der Reformation entschieden hatte, wurde Andiast bis 1628 von Rueun aus seelsorgerisch betreut. Die Glaubensunterschiede verursachten über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Streitigkeiten.

1956 beschliesst die von der Landwirtschaft geprägte Gemeinde eine Melioration, ein Projekt, das zehn Jahre später abgeschlossen wurde. 1972 gründete Andiast zusammen mit den Gemeinden Breil/Brigels und Waltensburg/Vuorz die Societad runals e pendicularas Péz d’Artgas SA, heute umbenannt in Pendicularas Breil Vuorz Andiast SA (Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast AG).

 

Breil/Brigels

 

Zur Herkunft des Namens "Bregelo" oder "Brigilo", der im Testament des Bischofs Tello erwähnt wird, gibt es verschiedene Thesen:

  • Der Name Brigels ist keltischen Ursprungs und bedeutet 'kleiner Turm'. Der Name verweist auf die über dem Dorf gelegene Anhöhe Crest s. Sievi. Dort befinden sich Überreste einer kleinen Festung und die Kapelle des hl. Eusebius (s. Sievi) aus dem Frühmittelalter.
  • Der Name Bregl oder Breil könnte auf 'brogilos' (Gebüsch, Unterholz) zurückgehen.
  • Der Name Briga wird übersetzt mit 'Berg', 'Anhöhe' oder 'Hügel'.
  • Die Vorsilbe "Bre" erscheint in mehreren Orten Graubündens, deren Geschichte bis ins Frühmittelalter zurückreicht.

Seit jeher gehörte Breil/Brigels zusammen mit den Fraktionen Dardin und Danis-Tavanasa zum Kloster Disentis und zum Kreis der Cadi (Disentis). Im Osten des Dorfes auf dem Crest da Marmarola befindet sich eine Ruine. Es handelt sich wohl um die im Jahr 1496 abgebrannte Meierei des Klosters.

Die der Himmelfahrt Mariä gewidmete Pfarrkirche stammt aus dem Frühmittelalter und wird 1185 als Besitz des Klosters Disentis urkundlich erwähnt. Bis 1650 war sie die einzige Pfarrkirche für das gesamte Gebiet von Breil/Brigels und für Schlans.

1536 liessen sich neue Siedler, die sogenannten Libers da Laax (die Freien von Laax), ins Hochgericht der Cadi integrieren. Zwischen 1550 und 1631 forderten drei Pestwellen nicht weniger als 626 Opfer in den Fraktionen der Kirchgemeinde Breil/Brigels.

Im 18. Jahrhundert wurden das Kloster und die Bevölkerung der Cadi in den Krieg zwischen Österreich und Frankreich verwickelt. Als die Frankreich zugeneigten Familien de Latour sich im Wahlkampf um die Bestellung der Kreise in den Jahren 1725 und 1728 benachteiligt fühlten, kämpften sie für die Abschaffung des Zehnten. 1728 verweigerten die Fraktionen von Breil/Brigels dem Kloster die Entrichtung des Zehnten. In diesen langwierigen schweren Streit waren sämtliche Instanzen auf allen Hierarchiestufen bis hinauf zu Kaiser Karl VI involviert. Kurzzeitig wurden die Fraktionen von Breil/Brigels gar aus dem Kreis der Cadi ausgeschlossen. Im Jahr 1737 erreichte man schliesslich einen Kompromiss. Die Fraktionen mussten ihren in den Vorjahren vernachlässigten finanziellen Verpflichtungen nachkommen und konnten sich darauf (1738) von der Abgabe des Zehnten loskaufen.

Die Eröffnung der fahrbaren Strasse von Waltensburg/Vuorz nach Breil/Brigels im Jahr 1870 verlieh dem Sommertourismus Schwung, welcher in den 1850er Jahren seine Anfänge genommen hatte.

Obwohl die Fraktionen Breil/Brigels, Dardin und Danis-Tavanasa von alters her eine enge Zusammenarbeit und gute Beziehungen gepflegt hatten, dauerte es viele Jahre, um einer gemeinsamen Gemeindeverfassung zuzustimmen. Bis 1909 wurden die Gemeindegeschäfte gemäss altem Recht und alten Vorschriften geregelt.

Nach dem 2. Weltkrieg errichtete die Schweizer Armee in Breil/Brigels einen Schiessplatz für Fliegerabwehrtruppen. Nach den 1950er Jahren entwickelte sich die Gemeinde zu einem wichtigen Standort der Stromwirtschaft mit Stausee und Zentralen.

1911 wurden das Waldgebiet Uaul dil Scatlè und 1999 die Val Frisal unter Naturschutz gestellt. Dank der Erschliessung des Skigebiets und des aufkommenden Wintertourismus war Breil/Brigels nie von einem Bevölkerungsrückgang betroffen.

 

Dardin

 

"Agrum in Ardunae", Acker in Dardin, so wird das Dorf im Testament des Bischofs Tello präsentiert. Der alte, bis ins 19. Jahrhundert gebräuchliche Name des Dorfes ist Ardin. Dardin besteht aus den Weilern Casut, Casu, Capaul, Caprè, Gliz und Capeder. Sie liegen an der alten Strasse von Schlans nach Breil/Brigels. Dardin hat seinen bäuerlichen Charakter bis heute bewahrt. So konnte auch die alte Bausubstanz grösstenteils konserviert werden. Besonders zu erwähnen sind die charakteristischen Bauernhäuser aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert in den Weilern Capaul, Gliz und Capeder.

In der Kurve zwischen Danis und Dardin erhebt sich der Grep Patnasa, eine Anhöhe von ungefähr 50 m Länge und 20 m Breite. Auf der Oberfläche dieses Felsens sind über 30 Opferschalen erkennbar. Die grösste der sichtbaren Schalen weist einen Durchmesser von 25 cm und eine Tiefe von 15 cm auf. Der Name Patnasa oder Patnal ist vorrömischen Ursprungs und bedeutet in etwa 'Burg' oder 'Festung'. Bis heute wurden noch keine Spuren einer Siedlung gefunden.

Im Rodel der Weiler, die zusammen das Dorf Dardin bilden, spielte einst der Weiler Pugaus (Arpagaus) eine gewichtige Rolle. Die interessante Konstruktionsweise der Kapelle des hl. Klaus ist das einzige intakte Zeugnis dieser ehemaligen Siedlung. Ein danebenliegender Steinhaufen birgt nur noch die Fundamente eines Hauses. In der Nähe der Via da Strada gelegen, war Pugaus im Mittelalter wahrscheinlich der Hauptweiler von Dardin. Seine Bewohner zogen Nutzen aus dem Verkehr auf der Transitstrasse, die etwa 200 m unterhalb des Weilers verlief. Pugaus wurde um das Jahr 1800 aufgegeben.

Seit 1664 bildet Dardin eine eigene Kirchgemeinde. Sie ist dem hl. Sebastian (s. Bistgaun) gewidmet. Anfang des Jahres 2016 schlossen sich die drei Kirchgemeinden von Breil/Brigels wieder zusammen.

Zur Förderung der Landwirtschaft wurde 1999 eine Melioration in Angriff genommen.

 

Danis

 

Im Testament des Bischofs Tello werden Güter "ad Anives" (in Anives) erwähnt. Das Dorf Danis, ursprünglich entlang der Strasse erbaut, liegt auf einer Ebene über dem Rhein.

Den ältesten Teil des Dorfes bilden die Häuser der oberen Zone. Der untere Teil des Dorfes wurde nach dem Grossbrand von 1924 wiederaufgebaut.

Jahrelang lieferte der Wasserlauf Ual dalla Val Cuschina Energie für viele kleine Industriebetriebe (Mühle, Säge, Schmiede, Färberei, Kardätscherei, Weberei).

Der Bau der Elektrizitätswerke leitete nach den 1970er Jahren eine starke wirtschaftliche Entwicklung ein. Zusammen mit den Zentralen wurde das Quartier Tumvi für die Mitarbeitenden der EW erbaut. Die neuen Unterkünfte befinden sich in Plaun, Grotta und Sut Baselgia.

Gemeinsam mit Breil/Brigels, Dardin, Tavanasa und Schlans war auch das kleine Dorf Danis Teil der grossen Kirchgemeinde Breil/Brigels. Die Seelsorge mit einem Pfarrer und einem Kaplan von Breil/Brigels aus erwies sich natürlich als äusserst schwierig. Man denke nur an die grossen Distanzen und die schlechten Strassen, vor allem im Winter. Die seelsorgerische Betreuung war sehr mangelhaft. Dies zeigen auch die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der Kirchgemeinde Breil/Brigels. Nur sporadisch taucht ein Name aus Danis oder Tavanasa auf. Als Zeichen gegen die Reformation, die in Danis-Tavanasa Fuss gefasst hatte, liess der Abt von Disentis im Jahr 1581 eine der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmete Kapelle errichten. Nach der kirchlichen Trennung von Breil/Brigels im Jahr 1650 wurde die Kirchgemeinde Danis-Tavanasa bis in die 1940er Jahre von Kapuzinerpatern betreut. Seit 2016 bilden Danis und Tavanasa wieder eine Kirchgemeinde mit Dardin und Breil/Brigels.

Die Melioration wurde 2001 abgeschlossen.

 

Tavanasa

 

Die Geschichte von Tavanasa ist gleichzeitig die Geschichte von Danis. Im Jahr 765 wurde Tavanasa "Abbatissae" genannt und in einem Dokument von 1470 erscheint der Name "Thafanatzen". Tavanasa ist ein typisches Strassendorf. Es erstreckt sich dort, wo der Rhein eine Biegung macht, entlang des Fusses des schattigen Hangs. Landwirtschaftlicher Boden ist in Tavanasa eher knapp, daher entstand in diesem Dorf eine lange Tradition von guten und fähigen Handwerkern. Dies wurde durch die Eröffnung des Bahnhofs der Rhätischen Bahn im Jahr 1912 begünstigt und ermöglichte Tavanasa die Entwicklung zu einem wichtigen kaufmännischen und handwerklichen Zentrum.

Da Tavanasa auf der anderen Rheinseite liegt, spielten die Brücken über den Fluss seit jeher eine wichtige Rolle für das Dorf. In der Umgebung von Tavanasa führen heute sieben Brücken den Verkehr über den Rhein. Im Osten des Dorfs führt die Eisenbrücke den Schwerverkehr (nur Personenwagen) und den Leichtverkehr (Fussgänger und Radfahrer) über den Fluss. Dann folgt die kürzlich renovierte und für den Leichtverkehr frei gegebene Versell-Brücke. Parallel dazu führt die neue Brücke den Schwerverkehr in Richtung Danis-Breil/Brigels über den Rhein. Die grösste Brücke ist diejenige der Umfahrungsstrasse. Gegen Westen folgen die Brücke der Rhätischen Bahn und danach die beiden Brücken der Axpo Hydro Surselva SA für den Betriebsverkehr.

Die bekannteste Brücke wurde 1905 vom berühmten Ingenieur Robert Maillart errichtet. 1927 fiel sie der Zerstörung eines gewaltigen Erdrutschs anheim. Fünf Gebäude wurden zerstört und sieben Menschen verloren ihr Leben.

Tavanasa pflegte gute nachbarliche Beziehungen mit Obersaxen, Axenstein, Vali und Cathomen, zu Deutsch Tomahüs. Cathomen gehörte bis 2003 zur Gemeinde Breil/Brigels. Danach wurde es in die damalige Gemeinde Obersaxen eingegliedert.

Wenn die Rede von Danis-Tavanasa ist, denkt man selbstverständlich auch an Mutteins, einen Weiler auf der anderen Seite des Rheins. Neben den Häusern am Sonnenhang befindet sich in Mutteins Sut die Industriezone der Gemeinde.

 

Waltensburg/Vuorz

 

Auch "Vorce" wird erstmals im Testament des Bischofs Tello von 765 erwähnt. Der deutsche Name Waltensburg bezieht sich ursprünglich auf die Burg Munt sogn Gieri (1209 belegt als Waltramsburg). Das Gelände wurde nach der befestigten Kirche des hl. Georg aus dem Frühmittelalter bezeichnet. Auf Munt s. Gieri wurden Spuren einer Siedlung der Bronzezeit, eine rätisch-illyrische Siedlung der Eisenzeit sowie Fragmente der Römerzeit gefunden. Im Mittelalter besass Waltensburg/Vuorz Aussensiedlungen in Ladral und auf Munt s. Gieri.

Auf dem Gebiet von Waltensburg/Vuorz befinden sich drei weitere Ruinen mittelalterlicher Burgen. Im 13. Jahrhundert war Chischlatsch Sitz der Herren von Grünenfels. Auch die Burgen Grotta (Kropfenstein) und Cafoghel (Vogelberg) spielten damals eine wichtige Rolle und legen Zeugnis ab von der historischen Bedeutung der Fraktion Waltenbsurg/Vuorz.

Die Kirche des hl. Desiderius und des hl. Leodegar, erbaut im 11. Jahrhundert (erstmals erwähnt im Jahr 1241), erlangte grosse Bekanntheit dank ihrer gotischen Fresken, die von einem meisterhaften Maler um 1350 geschaffen wurden. Derselbe Maler – sein Name und seine Herkunft sind unbekannt und er wird ausschliesslich als der Waltensburger Meister bezeichnet – und seine Werkstatt schmückten über acht Kirchen in Graubünden mit Fresken aus. Gegen 1450/51 wurde die Kirche vergrössert und nochmals von einem anderen Meister bemalt; gleichzeitig wurde die ehemalige Pfarrkirche des hl. Gieri auf Munt s. Gieri verlassen.

Der Kirchgemeinde Waltensburg/Vuorz gehörte ursprünglich auch die Kaplanei von Andiast an. Durch mehrere Trennungen nach Beschlüssen des Appellationsgerichts des Grauen Bundes (1526) wurde auch Andiast zu einer eigenständigen Kirchgemeinde. Waltensburg/Vuorz hatte sich da noch nicht zum neuen Glauben bekannt. Später, in den 1530er Jahren, wurde es als einzige Fraktion des oberen Teils der Surselva reformiert. Dies ist einer der Gründe für die starken Verbindungen zwischen "Uors" – so der Name der Fraktion bis ins 20. Jahrhundert – und anderen reformierten Dörfern der Foppa.

In kaum einer anderen Gemeinde sind die Hexenprozesse des 17. und 18. Jahrhunderts besser dokumentiert. Gemäss den Protokollen wurden zwölf Personen hingerichtet, zwei mussten in die Verbannung und fünf wurden freigelassen.

1734 vermochte die Fraktion Waltensburg/Vuorz die letzten Rechte der Herrschaft über Munt s. Gieri loszukaufen und sich so definitiv vom Kloster Disentis zu befreien. Danach wurde sie zu einer eigenen reformierten Gemeinde Waltensburg/Vuorz, während die katholischen Fraktionen der Gemeinde Waltensburg/Vuorz (Rueun, Siat, Pigniu, Andiast und Schlans) eine Gemeinde Waltensburg/Vuorz-Rueun bildeten, die weiterhin vom Abt von Disentis abhängig war.

Dank Schenkungen und Stiftungen des grossen Wohltäters Anton Cadonau (1850–1929) und dank der Wasserzinsen und der Einkünfte durch die Wälder war Waltensburg/Vuorz bis 1963 eine überaus wohlhabende Gemeinde, die keine Steuern erhob. Nach 1961 führten Güterzusammenlegung und Mechanisierung zu einer markanten Verbesserung der Landwirtschaft, bedeuteten gleichzeitig aber auch den Verlust von Arbeitsplätzen.

Die Gemeinde Waltensburg/Vuorz war Mitgründerin der Societad runals e pendicularas Péz d’Artgas SA (heute Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast AG). Sie engagierte sich in erster Linie für einen sanften und ökologischen Tourismus. Das 1983 eröffnete Hotel Ucliva gilt als Pionier auf diesem Gebiet.  

 

 

Die im gleichen historischen Dokument von 765 erwähnten Orte haben beschlossen, gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Anfang Januar 2018 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der vorgestellten Fraktionen. Es bleibt der Wunsch auf eine gute und gedeihliche Zeit.